Küchenherd

Auch wenn der Küchenherd dem Menschen schon immer zum Braten und Backen der verschiedensten Speisen gedient hat, seine Bedeutung war und ist doch eine weit größere. Der Herd wird von vielen Menschen als Herz einer Küche und damit auch als Zentrum der Gemütlichkeit eines Hauses angesehen.

Den ersten Küchenherd hat es etwa seit dem Ende des 18. Jahrhunderts gegeben. Er war vollständig geschlossen und verfügte bereits über eine Herdfläche, was einen großen Fortschritt gegenüber den vorher noch offenen Herdstellen deutlich macht. Dabei konnte man die Feuerstelle unter dem Kochtopf auf die Topfgröße anpassen. Das war durch herausnehmbare Ringe möglich. Beweglich war diese Kochgelegenheit allerdings noch nicht, denn sie war vollständig gemauert.

So romantisch ein holzbefeuerter Küchenherd auch sein mag, er sorgt für viel Schmutz und erfordert viel Arbeit. Die modernen Herde kommen da ganz besonders dem Bedürfnis des Menschen nach Komfort und Zeitersparnis nach. Dieser Tage wird deshalb in beinahe jeder deutschen Küche mit Gas oder elektrisch gekocht und gebraten.

Die Vielfalt der Küchenherde hält für praktisch jeden Geschmack etwas bereit. War es bei den Elektroherden anfangs noch der Herd mit Elektrokochplatten, so wird inzwischen vielfach ein Küchenherd mit Ceranfeld bevorzugt. Das glatte Cerankochfeld fügt sich harmonisch in die Küche ein und lässt sich außerdem gut reinigen. Früher wurden gern bewegliche Geräte genommen. Die Rede ist hier vom Einzelherd oder Standherd. Die moderne Küchenzeile gab dem Herd jedoch einen festen Ort zwischen den Schränken. Er wurde zum so genannten Einbauherd.

Heute sind auch wieder von den anderen Küchenschränken abgekoppelte Lösungen in Mode. In diesem Zusammenhang wird meist von der Kochinsel gesprochen. Herd und Backofen befinden sich – meist in Kombination mit Dunstabzugshaube und wenigen Unterbauschränken – mitten im Raum. Eine Kochinsel bietet sich bei großen, besonders tiefen Küchen an.

Der Küchenherd selbst entwickelt sich inzwischen aber auch immer weiter. Neben den neuen Induktionsherden werden auch getrennte Lösungen für das Kochen und Backen vom Handel angeboten. Das bedeutet, dass der Backofen sich nicht mehr zwangsläufig unterhalb der Kochfläche befinden muss.

Beim Kauf eines neuen Küchenherds sollte man unbedingt die Garantie Zertifikate gut aufheben. Da es immer mal sein kann, dass aufgrund eines Herstellungsfehlers oder anderen Ursachen ein Defekt auftritt. So hat man wenigstens die Möglichkeit bei einem zeitnahen Schaden den Herd auf Garantie reparieren zu lassen.

Im Sommer gibt es eine starke Konkurrenz für den heimischen Küchenherd: Den Gartengrill. Zu gern werden vorallem in Deutschland zur heißen Jahreszeit die Kohlebriketts entzündet und das Fleisch auf den Grill geworfen. Besonders gemütlich wird es, wenn man sogar eine Grillkota (Grillhütte) sein eigen nennen kann. Spätestens wenn es aber draußen wieder kälter wird kommt der Küchenherd wieder zum dauerhaften Einsatz.